Macau im Herzen von Asien

Seine zentrale Lage in Asien macht Macau nicht nur zum Tor nach China. Kurze Wege zu vielen anderen Metropolen machen Macau zum idealen Stopover-Ziel in Fernost.
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Essen und Trinken in Macau sind ein kulinarischer Genuss
Die macanesische Küche ist so vielfältig wie die Kulturen. Kochkunst aus Portugal, Asien und Afrika vermischte sich zu etwas völlig Neuem: der Macanese Cuisine. Aber auch die traditionelle chinesische und portugiesische Küche wird gepflegt.

Es gibt nur wenige Städte mit einem so vielen fremdländischen kulinarischen Einflüssen wie Macau. In der Landesküche spiegeln sich das multikulturelle Leben und die Geschichte des Landes wieder. Macaus Küche ist ein Mix aus portugiesischer, chinesischer, indischer, lateinamerikanischer, afrikanischer und malaiischer Kochkunst.
In Macau gibt es viele gute Restaurants der unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen, die selbst Gourmets begeistern. Einige Gaststätten wurden mit den Sternen des Guide Michelin ausgezeichnet, zum Beipsiel das französische Restaurant Robuchon A Galera im Hotel Lisboa des Starkochs Joël Robuchon.
Macanesische Küche
Die Macanese Cuisine ist eine so genannte Fusionsküche, eine einzigartige Mischung aus europäischer, afrikanischer und asiatische Küche. Die portugiesischen Seefahrer brachten Zutaten und Rezepte aus Europa und Afrika mit nach Macau. Zusammen mit asiatischen Einflüssen entstand daraus im Laufe der Zeit etwas völlig Neues: die macanesische Küche.
Zu den beliebtesten Speisen zählen afrikanisches Hühnchen (gegrillt in Piri Piri Pfeffer), Tacho (ein herzhafter Eintopf aus verschiedenen chinesischen Gemüse- und Fleischsorten), Minchi (Hackfleisch mit Bratkartoffeln, Soja, Zwiebeln und gebratenen Eiern), Linguado Macau (gebratene Seezunge) oder Feijoadas (ein Eintopf aus Gemüse, Schweinefleisch und scharfer Wurst, der seinen Ursprung in Brasilien hat).
Eine wichtige Zutat der macanesischen Küche ist die Balichao, eine würzige Paste aus Crevetten, die zum Beispiel dem suppenähnlichen Nudelgericht Lacassa oder gebratenem Reis (Arroz frita com Balichao) die typische Geschmacksnote verleiht. Als Nachspeise sollte man unbedingt Macaus Version des traditionellen portugiesischen Eggtarts (Jagra de ovos) oder den Kokosnusskuchen versuchen.
Macanese Cuisine kann man in den Restaurants an der Rua Almirante Sérgio, an der Praia Grande, im Stadtteil Nape und auf Taipa genießen.
Portugiesische Küche
Sehr gute portugiesische Restaurants liegen in der Rua do Almirante Sérgio nahe des A-Ma Tempels, im Stadtzentrum auf der Rua Central und der Travessa de S. Domingos sowie im Stadtteil Nape nahe der Kun Iam Statue oder auf den Inseln.
Köstlichkeiten, die man unbedingt probieren sollte, sind Caldo Verde (grüne Gemüsesuppe) oder Ameijoas (Muscheln) mit Chouriço (portugiesische Wurst) und Oliven. Sehr beliebt sind im Sommer auch Sardinengerichte oder Bacalhau (Stockfisch), von dem es bestimmt hunderte von unterschiedlichen Zubereitungsarten gibt.
Zum Essen empfiehlt sich ein Glas Wein, denn in Macau ist der Wein nicht nur ausgezeichnet, sondern auch erschwinglich. Borba und Ribatejo sind besonders beliebte Rotweine, Joãp Pires ist ein guter Weißwein. Aber auch der grüne Wein (Vino Verde) aus dem Norden Portugals ist ein Tipp unter Kennern.
Zum Dessert gibt es eine reiche Auswahl an Süßspeisen, die ursprünglich aus den Küchen der Klöster stammen. Man sollte gar nicht erst versuchen, ihnen zu widerstehen.
Chinesische Küche
Auch die chinesische Küche ist in Macau von ausgezeichneter Qualität. Die meisten Restaurants servieren kantonesische Speisen. Im Winter ist eine chinesische Version des Fondues besonders zu empfehlen: Ta Pin Nou. Weitere Highlights der chinesischen Speisekarte sind Peking Ente oder Fleisch mit Gemüse, Bohnenmus und Tofu.
Wer Mut hat und exotischere Speisen versuchen möchte, geht in die Restaurants in der Rua da Felicidade (parallel zur Hauptstraße Avenida de Almeida Ribeiro). Dort werden Schlangen, Frösche, Aale, Meeresfrüchte und Fische angeboten.
Ein Kontrast dazu sind die chinesischen Dim-Sum-Restaurants. Bei Dim Sum werden kleine Speisen in runden Bambuskörbchen entweder à-la-carte oder vom Servierwagen bestellt. Besonders lecker sind Há Kau (gedämpfte Knödel gefüllt mit Krabben), Tsun Guen (gefüllte Krabbenröllchen), Char Siu Pau (gedämpfte Teigtaschen) und Ngau luk (kleine Fleischbällchen gewürzt mit Ingwer).
Für Gourmets
Auch mit Michelin-Sternen ausgezeichnete Restaurants sind hier vertreten. Dazu zählen Tim’s Kitchen im Grand Lisboa Hotel und The Eight. Aber auch das Noodle & Congee Corner, dessen Spezialität ein Gericht aus einer mehrere Meter langen Nudel ist, wird vom Guide Michelin empfohlen.
Eine Liste mit Restaurants aller Geschmacksrichtungen mit Adressen und Qualitätsniveau findet Macau-Reisende auf der englichen Website des Macau Government Tourism Office. Web: www.macautourism.gov.mo/en/discovering/dining.php