Macau im Herzen von Asien

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Seine zentrale Lage in Asien macht Macau nicht nur zum Tor nach China. Kurze Wege zu vielen anderen Metropolen machen Macau zum idealen Stopover-Ziel in Fernost.

 

Macaus lebendige Geschichte: Erbe zweier Kulturen

Die wechselvolle Vergangenheit Macaus reicht über 850 Jahre zurück. Lange vor Hongkong war Macau Europas Tor nach China. Heute ist die chinesische Sonderverwaltungsregion die Boomtown Asiens.

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Chinesische Aufzeichnungen über Macau reichen bis in das Jahr 1152 zurück. Doch erst seit die Mitglieder der südlichen Sung-Dynastie im Jahr 1277 mit ihren Anhängern vor den Mongolen flohen und sich hier niederließen, sind Einwohner nachgewiesen.

Damals hieß die Kolonie noch Ou Mun (Handelstor). Ihr Name ist wahrscheinlich auf die Lage an der Mündung des Perlflusses südlich von Guangzhou zurückzuführen, einer Hafenstadt, die damals durch ihren Überseehandel mit südostasiatischen Ländern aufblühte.

Die Portugiesen kommen im 16. Jahrhundert

Als die Portugiesen Macau entdeckten, machten sie sofort einen Handelsstützpunkt daraus. Mitte des 16. Jahrhunderts erreichten sie Ou Mun, das man zu Ehren der Göttin der Seefahrer auch A Ma Gao (Bucht der A-Ma) nannte. Der Name wandelte sich erst später in Macau.

Mit Erlaubnis der Chinesen gründeten die Portugiesen dann eine Stadt, die sich zum wichtigsten Handelsknotenpunkt zwischen China, Japan, Indien und Europa entwickelte und östliche sowie westliche Kulturen verschmolz. Zu dieser Zeit schickte auch die römisch-katholische Kirche ihre Missionare und gründete ein christliches Kolleg. Sie baute Kirchen und Festungen, die Macau einen europäischen Anstrich verliehen.

Schon 1841 legalisiert Macau das Glücksspiel

Als Holland und England zu wichtigen Handelsnationen aufstiegen, endete Portugals goldenes Zeitalter in Asien. Nach dem Opiumkrieg 1841 gründeten die Briten Hongkong, und dorthin wanderte das Hafengeschäft allmählich ab. Doch obwohl Macau jetzt fern vom Weltgeschehen lag, blühte es im Verborgenen weiter. Die Stadt wurde zunehmend Ziel internationaler Schriftsteller, Künstler und Reisender.

1847 legalisierte Macau dann das Glücksspiel. Heute stellen die Casino-Einkünfte einen Großteil des Bruttoinlandproduktes. Die Chinesen lieben das Glückspiel und in Hongkong sind nur Pferdewetten erlaubt.

Kurz vor der Jahrtausendwende geht Macau an China zurück

Im Dezember 1999 gab Portugal Macau an China zurück. Heute ist die Stadt eine Sonderverwaltungsregion der Volksrepublik China und zieht wie Hongkong Nutzen aus dem Prinzip 'Ein Land, zwei Systeme’. Macau ist die Boomtown in Asien.

Das moderne Macau wird durch Mega-Casinos und Spitzenhotels mit facettenreicher Architektur, Shows und Shopping-Arkaden geprägt. Darüber hinaus finden das ganze Jahr Feste und Veranstaltungen statt – von chinesischen Drachenboot-Rennen über katholische Prozessionen bis zum internationalen Grand Prix der Formel 3.

Dennoch hat sich Macau ihr reiches historisches Erbe und den Mix aus fernöstlicher und europäischer Kultur bewahrt. Sichtbar wird dies am Lebensstil der Menschen, ihre Küche und an den Gebäuden. Die Altstadt ist geschützt und zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe.