Macau im Herzen von Asien

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Seine zentrale Lage in Asien macht Macau nicht nur zum Tor nach China. Kurze Wege zu vielen anderen Metropolen machen Macau zum idealen Stopover-Ziel in Fernost.

 

Macaus Altstadt ist Weltkulturerbe

Das historische Zentrum Macaus wurde 2005 von der Unesco zum Weltkulturerbe ernannt. Heute ist die Altstadt geprägt durch ein lebendiges Neben- und Miteinander östlicher und westlicher Kulturen. Vom Senatsplatz aus kann man die wichtigsten Attraktionen bequem zu Fuß erreichen.

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Macaus Altstadt mit ihren Straßenzügen, Plätzen und zahlreichen Sehenswürdigkeiten spiegelt einen Teil der Geschichte wieder. Sowohl die chinesische als auch die portugiesische Welt sind nicht zu übersehen.

Gerade dieser Mix macht Macau so reizvoll. Hier ein Überblick über die wichtigsten Attraktionen im historischen Zentrum, die zum Weltkulturerbe zählen:
 

 

A-Ma Tempel

Der berühmteste und schönste Tempel Macaus hat der Stadt den Namen verliehen. Er gliedert sich in vier Gebetspavillons, die durch geschwungene Pfade und Mondtore miteinander verbunden und Gottheiten gewidmet sind: der taoistischen Göttin A-Ma (Schutzgöttin der Seefahrer) und der buddhistischen Göttin Kun Iam (Göttin der Gnade).

St. Paul Ruine

An der St. Pauls Kirche sind lediglich die Treppe und die Fassade erhalten. St.Paul steht für die Geschichte der Christianisierung in Asien. Der Rest des Gebäudes sowie das Kolleg der Jesuiten wurden durch den großen Brand von 1835 zerstört. In der ehemaligen Krypta der Kirche ist ein Museum für sakrale Gegenstände eingerichtet, das auch Gemälde japanischer Maler aus dem 17. Jahrhundert zeigt.

Sam Kai Vui Kun

In der Nähe des Senatsgebäudes und des alten chinesischen Basarviertels (St. Dominiks Markt) liegt Sam Kai Vui Kun (Kuan Tai Tempel). Das chinesische Bauwerk mit westlicher Architektur steht für die Harmonie der beiden Kulturen.

St. Lawrence Kirche

St. Lawrence zählt zu den ältesten Kirchen Macaus. Der ursprüngliche Bau stammt aus dem 16. Jahrhundert, ihr heutiges Aussehen jedoch aus dem Jahre 1846. Da die Kirche an der Südküste Macaus eine gute Aussicht auf das Meer bot, versammelten sich hier Familien der portugiesischen Seefahrer, um für ihre Rückkehr zu beten.

St. Augustine Kirche

1591 gründeten spanische Augustiner-Mönche St. Augustine. Von der Kirche aus führt noch heute die populäre Osterprozession durch Macau. Früher schützten die Mönche das Dach mit Palmenzweigen gegen Regen. Das sah von weitem aus wie Barthaare von Drachen, fanden die Chinesen, und nannten der Kirche Long Song Miu (Tempel des Drachens mit den langen Barthaaren).

St. Dominic Kirche

Am Ende des Senatsplatzes steht St. Dominic. Die Kirche wurde im 16. Jahrhundert von Dominikaner-Mönchen aus Mexiko erbaut und gilt als ein wunderbares Beispiel der Barock-Architektur. Im Glockenturm ist heute ein Museum für Sakralkunst untergebracht.

Na Tcha Tempel

Der chinesische Tempel aus dem Jahre 1888 ist dem Gott Na Tcha geweiht. Unmittelbar daneben befindet sich die Ruine von St. Paul. Durch dieses Nebeneinander ist der Tempel eines der besten Beispiele für Macaus multikulturelle Identität und religiöse Freiheit.

St. Anthony Kirche

St. Anthony ist eine der ältesten Kirchen Macaus und befindet sich an der Stelle des ersten Jesuiten-Sitzes der Stadt. 1560 ursprünglich aus Bambus und Holz errichtet, baute man das Gotteshaus später aus Steinen neu. Die heutige Kirche stammt aus dem Jahre 1930.

Kathedrale von Macau

Die Kathedrale wurde 1622 zunächst aus Taipa gebaut, einer Mischung aus Erde und Stroh. 1780 wurde sie restauriert. Heute ist sie mit Shanghai Gips verputzt. Ihre Fassade zeichnet sich durch Säulen und zwei Glockentürme aus, die auf die Straße hinausragen.

Senatsplatz mit Senatsgebäude

Macaus zentraler Senatsplatz ist mit Mosaiken gestaltet und Fußgängerzone. Bänken und Cafés laden zum Verweilen ein. Hier steht auch das neoklassizistische Senatsgebäude aus dem Jahr 1784. Es war Macaus erste städtische Verwaltung und ist es noch heute. Die Wandmalereien, Räume und Gartenanlage entsprechen noch dem ursprünglichen Entwurf.

Lilau Platz

Dieses Viertel war eines der ersten portugiesischen Wohngebiete Macaus. Das Grundwasser war lange die Hauptquelle der Stadt. Die Redewendung „Wer vom Wasser von Lilau trinkt, vergisst Macau niemals“ drückt die nostalgische Verbundenheit der Einheimischen mit dem Lilau Platz aus.

St. Augustine Platz

Am St. Augustine Platz spiegeln die Pflastersteine portugiesische Tradition wieder. Dort steht das 1860 erbaute Dom Pedro V Theater, das erste westliche Haus seiner Art in China. Der Geschäftsmann Sir Robert Ho Tung aus Hongkong erwarb es 1918, um hier seine Freizeit zu verbringen. Als er 1955 starb, verfügte er in seinem Testament, dass es in eine öffentliche Bibliothek umgewandelt werden soll.

Holy House of Mercy

Der erste Bischof Macaus gründete das Haus der Gnade 1569. Als Vorbild diente eine Wohltätigkeitsorganisation in Portugal. Die Einrichtung baute auch Macaus erstes Krankenhaus westlicher Ausrichtung. Der größte Teil des Holy House of Mercy ist im neoklassizistisch Stil gehalten, weist jedoch auch manieristische Einflüsse auf.

Maurenbaracken

Die neoklassizistischen Maurenbaracken mit architektonischen Elementen des kaiserlichen Indiens stammen aus dem Jahr 1874. Ursprünglich war in dem Gebäude ein indisches Regiment aus Goa untergebracht. Heute ist es die Zentrale der Schifffahrtsbehörde.

Lou Kau Manison

Das Herrenhaus stammt wahrscheinlich aus dem Jahr 1889. Hier lebte Lou Kau, ein bekannter chinesischer Kaufmann, der zahlreiche beeindruckende Anwesen in der Stadt besaß. Das traditionelle chinesische Wohnhaus mit den grauen Ziegeln steht in der Nähe des Senatsplatzes unterhalb der Kathedrale.

Alte Stadtmauer

Die Stadtmauer diente früher der Verteidigung Macaus. Einige Teile stammen aus dem Jahr 1569. Die noch vorhandenen Wälle belegen, dass die Portugiesen einheimische Materialien und Techniken benutzten. Verwendet wurde Chunambo, eine Mischung aus Ton, Erde, Sand, Reisstroh, zermalmten Steinen und Muschelschalen.

Festung

Die Festung war die wichtigste Verteidigungsanlage Macaus und wurde zwischen 1617 und 1626 errichtet. Neben Unterkünften für die Soldaten, befanden sich Brunnen, Kanonen und ein Lager mit Munition und Nahrungsmittel für zwei Jahre auf dem Gelände. Die Anlage ist 10.000 Quadratmeter groß und hat die Form eines Trapezes.

Protestantischer Friedhof

Der Friedhof erzählt die Geschichte der ersten protestantischen Gemeinde Macaus. Friedhof und Kapelle stammen aus dem Jahr 1821. Hier liegt unter anderem der britische Maler George Chinnery (1774 – 1852) begraben.

Guia Festung

Die Guia Festung mit ihrer Kapelle und dem Leuchtturm ist Symbol für Macaus maritime, militärische und missionarische Vergangenheit. Die Festung wurde zwischen 1622 und 1638 erbaut. In ihr befindet sich die Guia Kapelle, deren farbenfrohe Fresken westliche und chinesische Themen zeigen. Der Guia Leuchtturm aus dem Jahre 1865 war der erste moderne Leuchtturm an der chinesischen Küste.

Lou Lim Ieoc Garten

Ende des 19. Jahrhunderts baute der Chinese Lou Kau den Lou Lim Leoc Garten im klassischen Suzhou-Stil – mit vielen Miniaturnachbildungen von Bambuswäldern, Seen, Bergen, Pavillons und Mondtoren. Heute ist der Garten bei Macanesen jeden Alters beliebt, denen man hier beim Schwerter- oder Fächertanz und beim Üben für die chinesische Oper zuschauen kann.

Camões Garten und Grotte

In dem romantischen Garten kann man morgens Macanesen bei ihren Tai-Chi Übungen zusehen und Männer beobachten, die ihre Vögel in Käfigen spazieren führen. In der Grotte wird mit einer Büste des portugiesischen Dichters geehrt, der 1557 in Macau gelebt haben soll.

Casa Garden

Das Anwesen aus dem Jahre 1770 war ursprünglich der Wohnsitz eines reichen portugiesischen Händlers namens Manuel Pereira. Später mietete es die East India Company. Heute ist es Hauptsitz der Oriental Foundation.

 

Macaus Museen – von Kirchenschätzen bis Rennautos

Macau hat mehr als 20 Museen, die Geschichte(n) erzählen und sich mit ganz unterschiedlichen Themen und Geschichtsepochen beschäftigen. Einige davon sind kostenlos zu besichtigen. Hier eine kleine Auswahl:

 

 

 

 

Macau Museum

Hier können sich Besucher detailliert und interaktiv über die Geschichte der Stadt informieren. Anschaulich und unterhaltsam wird gezeigt, wie sich Macau von einem kleinen chinesischen Fischerdorf zu einer modernen Metropole Asiens entwickelte.

Geöffnet täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr. Eintritt für Erwachsene MOP$ 15, Kinder unter 11 Jahren, Senioren über 60 Jahre und Schüler MOP$ 8. Am 15. jeden Monats ist der Eintritt frei. Macau Museum, Monte Fortress, Praceta do Museu de Macau, 112, Tel. (853) 2835 7911. Web: www.macaumuseum.gov.mo/.

Weinmuseum

Das einzige Weinmuseum Asiens informiert über die verschiedenen Anbaugebiete in Portugal und zeigt den Weg von der Rebe bis zur Flasche. Neben Zubehör für Weinbau und Weinproduktion werden portugiesische Trachten und mehr als 1.000 verschiedene Weine präsentiert. Die älteste Flasche wurde 1815 in Porto abgefüllt.

Geöffnet täglich außer dienstags von 10 bis 18 Uhr. Eintritt frei, Weinprobe MOP$ 10. Macau Weinmuseum, Rua Luis Gonzaga Gomes 431 (im Erdgeschoss des Tourism Activities Centre), Tel. (853) 8798 4188.

Macau Grand Prix Museum

Zu den berühmtesten Fahrern, die sich beim Macau Grand Prix ihre Sporen verdienten, gehören die Schumacher-Brüder, Ayrton Senna und David Coulthard. Einige Rennwagen dieser Stars sind im Museum zu besichtigen: der Original Formel-3-Wagen von Michael Schumacher, mit dem er das Rennen 1990 gewann. Mit dem Macau Motorcycle Grand Prix-Videospiel können Besucher außerdem die Spannung auf dem Guia-Parcours „live“ nachempfinden.

Geöffnet täglich außer dienstags von 10 bis 18 Uhr. Eintritt frei. Macau Grand Prix Museum, Rua Luis Gonzaga Gomes 431 (im Erdgeschoss des Tourism Activities Centre), Tel. (853) 8798 4108.

Maritim Museum

Die Ausstellung beschäftigt sich mit der Geschichte der portugiesischen Seefahrer und ihrer Entdeckungsreisen. Anhand von Karten erfährt man, welche Wege sie nahmen, bis sie 1554 erstmals macanesischen Boden betraten.

Geöffnet täglich außer dienstags von 10 bis 18 Uhr. Eintritt Erwachsene MOP$ 10, sonntags MOP$ 5; Kinder und Jugendliche zwischen zehn und 18 Jahren MOP$ 5, am Sonntag MOP$ 3; Kinder unter zehn Jahren und Senioren über 65 Jahre Eintritt frei. Maritim Museum, Largo do Pagode da Barra, 1, Tel. (853) 2859 5481 und 2859 5483. Web: www.museumaritimo.gov.mo/.

Sun Yat Sen Museum

Dieses Museum ist einer der großen Figuren der chinesischen Geschichte gewidmet. Dr. Sun Yat Sen gilt als Vater der Republik China. Die Ausstellung beleuchtet seinen Kampf gegen die Ching Dynastie, die er zu beenden half. Er lebte und praktizierte in Macau.

Geöffnet täglich außer dienstags von 10 bis 13 und von 14.30 bis 17 Uhr.  Eintritt frei. Sun Yat Sen Museum, Av. Sidonio Pais (gegenüber der Polizeistation), Tel. (853) 2857 4064.

Museum für Kirchenschätze

In diesem kleinen Museum zeigen wertvolle Sakralgegenstände den Einfluss der katholischen Religion auf das ehemals portugiesische Macau.

Geöffnet täglich von 9 bis 18 Uhr. Eintritt frei. Museum für Kirchenschätze, St. Paul's Ruine.

Weitere interessante Museen in Macau zum Beispiel: St. Dominiks Museum, Pfandleihmuseum, Kunstmuseum, Feuerwehrmuseum, Museum des Heiligen Hauses der Gnade, Taipa House, Natur- und Landwirtschaftsmuseum auf Coloane. Details zu allen Museen findet man in einem speziellen Faltblatt, das beim Fremdenverkehrsamt bestellt werden kann.

 

Macaus Gärten und Parks

Mitten im quirligen Stadtbild von Macau gibt es viele grüne Oasen, die von den Macanesen vor allem zum Fithalten und Ausruhen genutzt werden.

Die Gärten und Parks in Macau sind speziell für Frühaufsteher ein Anziehungspunkt. Denn in den Morgenstunden können dort einheimische Bewohner bei Tai Chi, Fächer- und Schwertertänzen beobachtet werden. Aber auch Mitwirkende der chinesischen Opern üben hier ihre Rollen und musizieren.

Empfehlenswert sind zum Beispiel: 

Jardim de Lou Lim Leok

Hier handelt es sich um den „chinesischsten“ Garten Macaus mitten in der City. Ein wohlhabender chinesischer Kaufmann hat ihn im 19. Jahrhundert angelegt. Umringt von dicken Mauern findet sich dort eine Landschaft aus kleinen Hügeln, Wasserfällen, Teichen, Bachläufen und Felsgrotten. Verschlungene Pfade führen durch Bambushaine und fein abgestimmte Pflanzenarrangements zu Lotusblüten-Teichen. Ruhebänke und hübsche Pavillons laden zum Verweilen ein. Adresse: Estrada de Adolfo de Loureiro 10. Geöffnet täglich von 6 bis 21 Uhr.

Camoes Garten

Der Garten ist Camoes gewidmet, dem berühmtesten portugiesischen Dichter. Dieser soll 1557 in Macau gelebt haben. Am Ende des Gartens ließ man ihm zu Ehren eine Grotte errichten. Einige seiner Gedichte sind in der Grotte in Stein eingraviert. Ebenfalls sehenswert ist die Bronzestatue Embrace am Eingang des Gartens, die die Jahrhunderte alte Freundschaft Portugals und Chinas symbolisiert. Adresse: Praça de Luís de Camões. Geöffnet täglich von 6 bis 21 Uhr.

Flora Garten

Dieser Garten ist eine moderne Interpretation des klassischen chinesischen Gartens. Er befindet sich am Fuße des Guia Hügels und gehörte einst zu einem portugiesischen Herrenhaus. Wo früher der Palast stand, befinden sich heute ein Vogelhaus, ein kleiner Zoo und eine Veranda. Über einen Steinweg gelangt man auf den Guia Hügel. Wer nicht zu Fuß gehen möchte, kann die Seilbahn nehmen. Adresse: Avenida do Sidónio Pais, Macau. Geöffnet täglich von 6 bis 20:30 Uhr.

St. Francisco Garten

Dieser Park liegt neben dem früheren Militär Club, der heute ein beliebtes Restaurant ist. Der Garten ist beliebter Treffpunkt für Schüler der umliegenden Bildungseinrichtungen. Viele Blumenbeete und Treppen schmiegen sich an den Hang des kleinen Parks. Adresse: Avenida de Praia Grande / Rua Nova Guia. Geöffnet rund um die Uhr.

Sun-Yat-Sen Park

Besonders sehenswert in diesem Garten sind sein Vogelhaus, die Gewächshäuser im viktorianischen Stil und der Fung Shui Wald, dessen Bäume angeblich Glück bringen sollen. Den Namen verdankt der Park Dr. Sun Yat-Sen, der 1911 die Revolution anführte und bis 1890 in Macau arbeitete. Seine Statue ist vor dem Tor des Gartens zu sehen. Darüber hinaus gibt es ein reichhaltiges Freizeitangebot mit Schwimmbad, Kinderspielplätzen und Sportanlagen. Adresse: Avenida do Comendador Ho Yin. Geöffnet täglich von 6 bis 23 Uhr.

 

Macaus grüne Lunge: Insel-Idylle auf Coloane und Taipa

Coloane und Taipa sind anders als die Stadt Macau: Hier findet man üppiges Grün, schönen Strand und dörfliche Idylle. Die mittlerweile durch Landgewinnung vereinten Inseln sollten Macau-Besucher nicht versäumen. Der Ausflug beginnt mit der Fahrt über kilometerlange Brücken, die das Zentrum Macaus  mit den Inseln verbinden.

Coloane und Taipa sind mittlerweile zusammengewachsen. Doch die Macanesen sprechen noch immer von "den Inseln". Zwischen den einst separierten Inseln entstand durch gigantische Aufschüttungen der neue Stadtteil Cotai, auch vom Namen her eine Kombination von Coloane und Taipa.

Die Inseln sind über drei Brücken mit der Innenstadt von Macau verbunden. Die längste davon heißt Friendship Bridge und ist viereinhalb Kilometer lang. Auch Coloane und Taipa erkundet man am günstigsten mit dem Bus. Die Fahrt kostet weniger als einen Euro.

Coloane glänzt mit Strand und Wald

Coloane liegt ganz im Süden und ist die grüne Lunge Macaus. Dichter Wald bedeckt die hügelige Landschaft. Hier befinden sich die beiden öffentlichen Sandstrände Macaus. Der Cheoc Van Beach und der Hac-Sa Beach gleich neben dem Westin Resort liegen in geschützten Buchten und bieten einen schönen Ausblick auf das warme Südchinesische Meer.

Am Hac-Sa Beach gibt es Grillplätze und Sporteinrichtungen. Man kann ein Boot mieten und auf Bächen zu Wasserfällen paddeln. Auch Wanderfreunde kommen auf Coloane auf ihre Kosten. Der rund 20 Hektar große Seac Pai Van Park ist von angelegten Wegen durchzogen.

In Coloane scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Einst versteckten sich hier Piraten, später kamen die Fischer. Noch heute ist der Ort Coloane ein verschlafenes Dorf und ein interessanter Kontrast zur Boomtown Macau. In der Dorfmitte steht die St. Franziskus Kapelle und rund um den Platz davor gruppieren sich portugiesische und chinesische Restaurants unter schattigen Arkaden.

In Taipa treffen neu und alt direkt aufeinander

Taipa ist vor allem ein beliebtes Wohngebiet. Doch mittendrin liegt Old Taipa Village. Eingerahmt von Hochhäusern ist hier ein Stück des traditionellen Macau erhalten. Ein paar Gassen, wo beispielsweise Geschäfte leckere chinesische Plätzchen verkaufen und mehrere restaurierte Kolonialvillen, die zu Museen umfunktionierten Taipa Houses. Sie geben Einblick in das Leben der früheren Tage.

Noch vor wenigen Jahren lagen die Taipa Houses am Meer. Heute ist durch Landaufschüttung nur noch ein größerer Teich übrig. Gleich dahinter beginnt der Cotai-Strip mit der abendlichen Lichtershow der City of Dreams und des Venetian Macao Resorts. Weitere Hotels, Shoppingzentren und Unterhaltungskomplexe sind in Bau. Auf Taipa liegen auch der internationale Flughafen von Macau, die Pferderennbahn, die Universität und das Schwimmstadion.