Macau im Herzen von Asien

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Seine zentrale Lage in Asien macht Macau nicht nur zum Tor nach China. Kurze Wege zu vielen anderen Metropolen machen Macau zum idealen Stopover-Ziel in Fernost.

 

Macau ist gelebtes Multikulti auf engstem Raum

Tolerante Metropole: In Macau leben rund eine halbe Million Menschen verschiedenster Kulturen auf engem Raum friedlich zusammen. Die Stadt ist wohlhabend und lässt ihre Bürger an den Einnahmen aus dem Glücksspiel teilhaben.

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Macau hat etwas mehr als 500.000 Einwohner. Die verteilen sich auf nur rund 28 Quadratkilometer Fläche. Damit ist Macau ist mit rund 18.000 Einwohnern pro Quadratkilometer die am dichtesten besiedelte Stadt der Welt. Doch das spürt man kaum in den Straßen und Gassen Macaus. Dort herrscht eher mediterrane Gelassenheit als städtische Hektik.

Etwa 95 Prozent der Bevölkerung sind chinesischer Herkunft. Dennoch hat jeder fünfte Macanese zusätzlich die portugiesische Staatsbürgerschaft. Trotz des hohen Bevölkerungsanteils an Chinesen ist nur die Hälfte von ihnen Anhänger der traditionellen chinesischen Glaubensrichtungen (Buddhismus und Taoismus). 10 bis 15 Prozent sind Christen und fast 35 Prozent sind konfessionslos.

Wohlhabende Stadt am Perlfluss

Ein Großteil der einheimischen Bevölkerung arbeitet in der Tourismusbranche, die sich durch viele Investoren zum wichtigsten Wirtschaftszweig gemausert hat. Rund 75 Prozent des Bruttoinlandproduktes werden in Macau mittlerweile durch die Einnahmen aus dem Glücksspiel erwirtschaftet.

Von jedem Pataca, der in den Casinos eingenommen wird, fließen 40 Prozent in die Stadtkasse. Davon pofitieren die Einwohner direkt. Macau investiert das Geld aus dem Glücksspiel nicht nur in den Ausbau und die Erhaltung der Infrastruktur, sondern auch in Bildung. Jeder Macanese kann zwölf Jahre kostenlos zur Schule gehen.

Macau ist eine wohlhabende Stadt. In den vergangenen Jahren hat Macau Überschüsse aus dem Stadthaushalt sogar in bar an seine Einwohner ausgezahlt. Die Mehrheit der Macanesen lebt in Eigentumswohnungen. Gesundheit hat einen hohen Stellenwert. So gibt es überall in der Stadt Fitnessgeräte, die jeder kostenlos benutzen kann. Das dürfte ein Grund sein, warum die Lebenserwartung in Macau mit 84 Jahren zu den höchsten der Welt zählt.

Sonderverwaltungsregion von China

Portugiesen haben in Macau rund 450 Jahre lang ihre Spuren hinterlassen. 1513 landete der Seefahrer Jorge Alvares als erster Portugiese am westlichen Ufer des Perlflusses. Ab Mitte des 16. Jahrhunderts folgten ihm portugiesische Kaufleute, die sich hier niederließen, um Handel mit China zu treiben.

Bis Dezember 1999 stand Macau unter portugiesischer Verwaltung und wurde dann an China zurückgegeben. Politisch ist Macau heute eine Sonderverwaltungsregion der Volksrepublik China. Nach dem Motto "Ein Land, zwei Systeme" hat sich für die Macanesen nach der Rückgabe an China nur wenig geändert.